Wohin das Geld für die Corona-Warn-App fließt und was sie wirklich kostet

„20 Millionen Euro hat die App gekostet“ ist momentan in aller Munde. Aber diese Aussage ist im Grunde egal, denn der Geldfluss für die Corona-Warn-App, welche in Deutschland eingesetzt wird ist damit noch lange nicht zu Ende.

Bild von cromaconceptovisual auf Pixabay

Wie der Spiegel berichtet, wurden von der Bundesregierung hauptsächlich die 20 Millionen Euro kommuniziert, welche aber nur für die reine Entwicklung der App aufgelaufen sind. Für 2020 und 2021 rechnet man insgesamt mit Kosten von 45 bis 63 Millionen Euro.

SAP, als App-Entwickler erhält rund 9,5 Millionen Euro zuzüglich 2 Millionen für die Wartung bis Ende 2021, T-Systems bekommt 7,79 Millionen Euro für die Inbetriebnahme der App und zusätzlich 43 Millionen für den Betrieb derselbigen. Alles zuzüglich Umsatzsteuer, die dem Bund wieder zurückfließt.

Oben drauf werden noch 3,5 Millionen für Werbung und ca. 100.000 Euro für Penetrationstests veranschlagt und damit beläuft sich der Kostenaufwand der Corona-Warn-App bis Ende 2021 auf geschätzte 68 Millionen Euro.

Als Steuerzahler zu behaupten, die Corona-Warn-App sei kostenlos wäre also gelogen.

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